Unter Qualität kann man die Eignung einer Sache zu einem vorgegebenen Zweck verstehen. Man muss definieren, welche Eigenschaften ein Produkt oder eine Dienstleistung haben soll, um diesen Zweck zu erreichen. Dann lässt sich in einem zweiten Schritt messen, wie viele dieser Eigenschaften oder in welchem Umfang diese tatsächlich vorzufinden sind. Sehr gute Qualität hieße dann nahezu hundert-prozentige Übereinstimmung von Erwartung und Ergebnis, bei schlechter Qualität bleibt das Ergebnis weit hinter den Anforderungen zurück. Häufig ist zu entscheiden, welche Erwartungen realistisch sind und welche Ergebnisse noch akzeptiert werden können.
Krankenhäuser müssen die Qualität ihrer Arbeit ständig im Auge behalten und kon-tinuierlich daran arbeiten, diese zu verbessern.
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Unter einem Qualitätsbericht versteht man im deutschen Gesundheitswesen eine systematische schriftliche Dokumentation der Struktur- und Leistungsdaten eines Krankenhauses, ergänzt durch Angaben über das Qualitätsmanagement dieser Einrichtung.
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Man unterscheidet drei Aspekte oder Dimensionen der Qualität: die Struktur , die Prozess- und die Ergebnisqualität.
• Zur Strukturqualität gehört zum Beispiel die materielle Ausstattung eines Kran-kenhauses, die technischen Geräte, ihre regelmäßige Wartung und Erneuerung; aber auch die Qualifikation des Personals, die Organisation seines Einsatzes – eben alles zum Betrieb Notwendige. Stellen Sie sich ein neu gegründetes Krankenhaus vor, das noch keinen einzigen Patienten hat, aber morgen eröffnet werden soll und in kürzester Zeit voll funktionieren muss. Es besteht sozusagen heute noch ausschließlich aus Strukturqualität.
• Die Prozessqualität beschreibt alle Vorgänge in einem Krankenhaus, also zum Beispiel alle Operationen, die Pflegeprozesse, den Ablauf diagnostischer Unter-suchungen und aller Behandlungen, aber auch die Aufklärung der Patienten, den Umgang der Mitarbeiter mit Ihnen als Patient – kurz alles, was mit der vorhandenen Struktur gemacht wird.
• Die Ergebnisqualität schließlich beschreibt, welche Ergebnisse am Ende herauskommen. Sind Sie geheilt, sind Ihre Schmerzen gelindert, ist die Wunde ge-schlossen, sind Sie insgesamt zufrieden? Wurde, wenn Sie unzufrieden waren, mit Ihrer Beschwerde sorgfältig umgegangen? Sind Nachsorge und Übergang in die häusliche Umgebung und Pflege nahtlos gelungen?
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Der für die Ausgestaltung der Inhalte zuständige Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA )schrieb erstmals für das Berichtsjahr 2006 die Aufnahme von Indikatoren aus der externen Qualitätssicherung vor,
einem Qualitätssicherungssystem für alle deutschen Kliniken, bei dem nach bundesweit einheitlichen Vorgaben vergleichbare Leistungen verpflichtend dokumentiert und an eine zentrale Stelle gemeldet werden. Die Zahl dieser Indikatoren wurde für das Berichtsjahr 2010 von 28 auf 182 erhöht.So geben die aktuellen, im Februar 2012 veröffentlichten Qualitätsberichte der Krankenhäuser deutlich erweiterte Informationen über die Behandlungsqualität
in den einzelnen Einrichtungen.
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In der Industrie werden seit Jahrzehnten Arbeitsabläufe und Prozesse verbessert. Wesentliche Grundprinzipien sind dabei: Zielorientierte Unternehmensleitung, Kundenorientierung, Mitarbeiterentwicklung, kontinuierliche Verbesserung, präventive Fehlervermeidung und Prozessoptimierung.
Auch Krankenhäuser sind seit einigen Jahren gesetzlich verpflichtet, ein internes Qualitätsmanagement (QM) einzuführen. Professionelles Management, geeignete Strukturen, gut ausgebildete Mitarbeiter und verbesserte Verfahren sollen zu hoher Qualität und zur Zufriedenheit der Patienten beitragen. Im Qualitätsbericht soll jedes Krankenhaus seine Qualitätspolitik darlegen, indem es nicht nur seine „Philosophie“ darstellt und Ziele formuliert, sondern indem es auch präzisiert, mit welchen Maß-nahmen diese umgesetzt werden.
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Hier wird dargelegt, was als Grundverständnis und Richtung der Qualitätspolitik eines Krankenhauses definiert wird, eine Art übergeordnete Ausrichtung, die in der oberen Führungsebene festgelegt wird. Ein Krankenhaus könnte zum Beispiel seine Qualitätsphilosophie aufzeigen, sein Leitbild oder die Grundsätze des Unternehmens, oder wie es mit Fehlern umgeht, welche Maßnahmen zur Fehlervermeidung entwickelt werden oder wie es die Qualitätspolitik des Hauses seinen Mitarbeitern vermittelt.
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An dieser Stelle soll das Krankenhaus darlegen, welche konkreten Qualitätsziele es verfolgt und welche Maßnahmen getroffen werden, um sie auch zu erreichen. Je präziser die Angaben in diesem Bereich sind, desto eher kann davon ausgegangen werden, dass sich das Krankenhaus aktiv mit Qualitätsverbesserungs-Projekten auseinander setzt.
Es spricht beispielsweise viel für ein „fortgeschrittenes“ Qualitätsmanagement, wenn nicht nur Qualitätsziele konkret definiert werden, sondern wenn dann auch systema-tisch beschrieben wird, wie die Ergebnisse konkret gemessen werden, also ob diese Ziele auch erreicht wurden.
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