Glossar

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Knie TEP Mindestmenge

Der Gemeinsame Bundesausschuss hat im Zusammenhang mit der Qualitätssicherung bei zugelassenen Krankenhäusern (§ 137 SGB V) den gesetzlichen Auftrag, einen Katalog planbarer Leistungen zu beschließen, bei denen die Qualität des Behandlungsergebnisses in besonderem Maße von der Menge der erbrachten Leistung abhängig ist. Zudem soll auch die konkrete Menge festgelegt werden. Ist der Beschluss des G-BA rechtskräftig, darf ein Krankenhaus die betreffende Leistung nur noch in dem festgeschriebenen Umfang (Mindestmenge) erbringen. Der GBA hatte in seiner Sitzung am 16.08.2005 für den Bereich Knie-TEP die Festlegung einer Mindestmenge von 50 Eingriffen pro Krankenhaus (Betriebsstätte) pro Jahr beschlossen. Die Krankenhäuser die die vorgegebene Mindestmenge von 50 Operationen im Jahr unterschreiten, dürfen in der Zukunft diese Leistungen nicht mehr erbringen.

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Kniegelenkersatz (BQS Qualitätsindikatoren)

Informationen für Patienten zu diesem Versorgungsbereich:

Das Knie ermöglicht das gelenkige Bewegen der Beine. Es bildet das Scharnier, das Ober- und Unterschenkel miteinander verbindet. Es ermöglicht das Beugen und Strecken der Beine und kann eingeschränkte Drehbewegungen vollziehen.

Das Kniegelenk macht es uns möglich, zu gehen, zu rennen, zu springen, uns hinzusetzen, uns aufzurichten und zu stehen, zu hocken oder zu knien. Im Laufe eines jeden Tages hebelt das Kniegelenk ein Vielfaches des eigenen Köpergewichtes und federt auch – wie ein Stoßdämpfer – einen Großteil der Erschütterungen ab. Das Kniegelenk ist dadurch erheblichen Belastungen ausgesetzt.

Das Gelenk ist so aufgebaut, dass es diese enorme Beanspruchung bewältigen kann. Es besteht aus dem unteren Ende des Oberschenkelknochens (Femur) und dem oberen Ende des Schienbeins (Tibia), die das knöcherne Kniegelenk mit einem dazwischenliegenden Gelenkspalt formen.

Ein weiterer Knochen, die Kniescheibe (Patella), ist in die große Sehne eingelassen, die vom Oberschenkelmuskel ausgehend das knöcherne Kniegelenk überspannt.

Die Kniescheibe und die Knochenenden von Ober- und Unterschenkel sind mit einer Schicht aus Knorpel überzogen, die dafür sorgt, dass die Knochen eine geschmeidige Oberfläche haben und reibungslos aneinander vorbeigleiten und -rollen können. Ein komplexes Bändersystem sorgt für Stabilität und die verlässlich geführten Bewegungen des Gelenkes.

Das Kniegelenk ist, wie alle Gelenke, von einer Gelenkkapsel umschlossen. Sie besteht aus zwei Teilen: einer straffen Gelenkkapsel, die das Gelenk schützend umschließt, und einer zarten, inneren Gelenkkapsel (Synovia). Sie produziert eine Gleitflüssigkeit, die zunächst den Knorpel nährt, aber auch dafür sorgt, dass das Kniegelenk bei all seinen Bewegungen dank dieser „Gleitschmiere“ reibungslos funktioniert.

Die fortwährende, besonders hohe Beanspruchung des Kniegelenkes kann zu einer Abnutzung der Knorpelschicht (Arthrose) führen. Dieser Gelenkverschleiß ist eine sehr häufig vorkommende Erkrankung des Kniegelenkes und wird als Gonarthrose bezeichnet. Sie kann sich als Folge von Verletzungen, Fehlstellungen und Fehlbelastungen (X- oder O-Beine, einseitige Beinlängenverkürzung), aber auch wegen Überlastungen (z. B. beim Sport) einstellen. Übergewicht und mangelnde Bewegung begünstigen allerdings ebenfalls den Verschleiß der Knorpelschichten im Knie.

Bei vielen Menschen tritt mit zunehmendem Alter – auch ohne erkennbare Ursachen – eine Abnutzung des Kniegelenkes auf.

Mit fortschreitendem Verschleiß des Kniegelenkes stellen sich Schmerzen und zunehmend auch Bewegungseinschränkungen ein. Sind die Veränderungen des Knies so weit vorangeschritten, dass eine medikamentöse Behandlung oder eine gelenkerhaltende Operation nicht mehr hilfreich sind, kann ein künstlicher Gelenkersatz Schmerzlinderung und neue Beweglichkeit bedeuten.

Das Einsetzen (Implantation) eines künstlichen Kniegelenkes gehört in Deutschland zu den am häufigsten durchgeführten Operationen. Jährlich werden mehr als 130.000 Menschen infolge einer Gonarthrose am Kniegelenk operiert, davon rund zwei Drittel Frauen.

Das vollständige künstliche Kniegelenk wird als Knie-Totalendoprothese (Knievollprothese, Totalknie) bezeichnet. Ist die Schädigung nicht umfassend, also nur ein Teil des Gelenks geschädigt und abgenutzt, genügt meist eine Knie-Teilprothese.

Bei der Operation werden zunächst die Knorpelreste und die in Mitleidenschaft gezogenen Knochenpartien entfernt. Die Anschlussstellen, an denen das künstliche Gelenk ansetzt, werden in die erforderliche Form gebracht. Anschließend wird der künstliche Kniegelenkersatz passgenau eingefügt und verankert.

Am oberen Ende des Schienbeins (Tibia) wird eine Metallplatte angebracht, die mittels eines kurzen, speziell geformten Stiels fest im Schienbein verankert wird.

Auf dieser Metallplatte werden entweder ein flächendeckendes bewegliches Kunststofflager oder zwei voneinander unabhängige bewegliche Kunststoffgleitlager installiert. Am unteren Ende des Oberschenkelknochens (Femur) wird nach entsprechender Bearbeitung ebenfalls – wie beim Schienbein – ein entsprechendes Metallelement aufgesetzt. Die Rückseite der Kniescheibe (Patella) kann durch eine Kunststoffscheibe, die die Funktion des Knorpels auf der Unterseite der Kniescheibe übernimmt, ersetzt werden.

In der Regel wird so operiert, dass der Knochen in eine für diesen Zweck besonders strukturierte Oberfläche der Prothesenteile einwächst. So verbindet sich das künstliche Gelenk mit dem Knochen und wird dauerhaft dort fixiert. In diesem Fall spricht man von einer zementfreien Verankerung.

Es besteht jedoch auch die Möglichkeit, die Knieprothese mit einem speziellen Zement am Knochen zu verankern.

Wird das Kniegelenk erstmals gegen eine Knievollprothese ausgetauscht, heißt diese Operation Erstimplantation.

Damit ein langes, problemloses Funktionieren des Kniegelenkersatzes, also andauernde Schmerzfreiheit und größtmögliche Beweglichkeit für die PatientInnen gewährleistet sind, müssen die Materialien der Prothese besonders großen Qualitätsanforderungen standhalten. Sie sollen reizarm sein, sodass sie möglichst keine Unverträglichkeitsreaktionen hervorrufen, sehr widerstandsfähig, damit sie den großen Körperkräften standhalten, denen das Kniegelenk ausgesetzt ist, und damit im künstlichen Gelenk kein Abrieb der Oberflächen entsteht. Die Knie-Totalendoprothese, das Totalknie, besteht daher aus hochwertigen Materialien, unter anderem Spezialkunststoffen und speziellen Metalllegierungen, z. B. Titan.

Autoren:
BQS gGmbH, BQS Fachgruppe Orthopädie und Unfallchirurgie, Verbraucherzentrale Hamburg e.V.

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Kompetenzdiagnosen

Im Bereich Kompetenzdiagnosen kann das Krankenhaus Krankheiten aufführen, für deren Behandlung es besondere Kompetenz ausweisen möchte oder an denen es ein besonderes (z.B. auch wissenschaftliches) Interesse hat. Das können auch Krankheiten sein, die seltener vorkommen und daher in der Liste der häufigen Diagnosen nicht erfasst werden. Einzeln betrachtet erlaubt die Darstellung einer Leistung als Kompetenzdiagnose noch keine Aussage über die Behandlungsqualität. Sie kann jedoch als Hinweis darauf verstanden werden, dass ein Krankenhaus nach seiner Selbsteinschätzung über besondere Erfahrung in der Behandlung des jeweiligen Krankheitsbildes verfügt.

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Kompetenzprozeduren

Im Bereich Kompetenzprozeduren kann das Krankenhaus Prozeduren darstellen, für die es besondere Kompetenz ausweisen möchte oder ein besonderes (z.B. auch wissenschaftliches) Interesse hat. Das können auch seltene Prozeduren sein, die in der Liste der häufigsten Prozeduren nicht aufgeführt sind. Einzeln betrachtet erlaubt die Darstellung einer Leistung als Kompetenzprozedur noch keine Aussage über deren Qualität, sie kann jedoch als Hinweis darauf verstanden werden, dass ein Krankenhaus nach seiner Selbsteinschätzung über besondere Erfahrung in der Behandlung des jeweiligen Krankheitsbildes verfügt.

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Krebs Früherkennung

Von den BKK finanzierte Maßnahmen, um Krebs so früh wie möglich zu erkennen. Jeder sollte einmal im Jahr zur Krebsfrüherkennungsuntersuchung gehen. Das deutsche Krebsfrüherkennungsprogramm sieht vor: bei Frauen über 20 Jahren werden die Geschlechtsorgane untersucht, ab 30 auch Brust und Haut, und ab 45 zusätzlich Enddarm und Dickdarm. Bei Männern über 45 werden die äußeren Geschlechtsteile, Dickdarm, Prostata und Haut untersucht.

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KTQ

KTQ - Transparenz und Qualität im Gesundheitswesen

Jedem Patienten sollte im Krankenhaus die optimale Behandlung zu Teil werden - dieses Ziel unterstützt die Kooperation für Transparenz und Qualität im Gesundheitswesen, kurz KTQ®.

Zum Start der KTQ® haben wir ein Verfahren entwickelt, das erstmals die wissenschaftlich fundierte Analyse und Bewertung des Qualitätsmanagements eines gesamten Krankenhauses ermöglicht. Geschaffen von Qualitätsmanagement-Experten aller Partner im Gesundheitswesen. Von Praktikern für Praktiker.

Permanent wird das KTQ-Verfahren erweitert, verbessert und für neue Einsatzbereiche angepasst - zum Beispiel für Psychiatrische Kliniken und niedergelassene Ärzte. Getragen wird die KTQ® von der Überzeugung aller KTQ-Partner, dass Qualitätsmanagement heute vor dem Hintergrund großer Veränderungen im Gesundheitswesen und dem Anspruch optimaler Patientenbehandlung unverzichtbar geworden ist. So schaffen Krankenhäuser und Praxen mit dem KTQ-Zertifizierungsverfahren Transparenz hinsichtlich ihrer gesamten Leistungen und beweisen ein besonderes Qualitätsbewusstsein.

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