Glossar

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Gallenblasenentfernung (BQS Qualitätsindikatoren)

Informationen für Patienten zu diesem Versorgungsbereich:

Die Chirurgie ist das medizinische Fachgebiet, das mit der Behandlung von Verletzungen und Krankheiten durch Operationen befasst ist.

Die Viszeralchirurgie (viszeral = den Eingeweiden zugehörig) ist ein Schwerpunkt innerhalb der Chirurgie und umfasst auch die operative Behandlung der Organe im Bauchraum. Der Bauchraum (Abdomen) ist der Bereich des menschlichen Körpers, der sich zwischen dem Brustkorb und dem Becken befindet. Deshalb wird die Viszeralchirurgie auch als Bauchchirurgie bezeichnet. Gallenblasenoperationen sind eine der häufigsten Operationen im Bauchraum und daher ein wichtiger Bestandteil der Viszeralchirurgie.

Die Gallenblase liegt an der Unterseite der Leber. Die Gallenflüssigkeit, auch Galle genannt, wird in der Leber produziert, täglich etwa 1 bis 1,5 Liter. Die Gallenflüssigkeit dient der Verdauung von mit der Nahrung aufgenommenen Fetten. Die Gallenflüssigkeit ermöglicht, dass Fette und Öle im Speisebrei „emulgiert“ werden, d. h. sich miteinander vermischen, denn Fette verbinden sich sonst nicht mit Wasser.

Die Gallenflüssigkeit wird über den Gallengang von der Leber in den Zwölffingerdarm geleitet, wo die fetthaltigen Bestandteile der Nahrung verdaut werden. Der kleine Teil der Gallenflüssigkeit, der in die Gallenblase gelangt (ungefähr 5 Prozent), wird zusätzlich auch über den Gallengang in den Zwölffingerdarm zur Verdauung abgegeben.

Es gibt mehrere Gründe für das Entstehen von Gallensteinen. Vereinfacht ausgedrückt können sie sich verstärkt bilden, wenn das Verhältnis der verschiedenen Bestandteile der Gallenflüssigkeit zueinander nicht stimmt. Die Gallenflüssigkeit besteht zu 80 Prozent aus Wasser. Wenn aber das Mischungsverhältnis der übrigen Bestandteile nicht stimmt, können die schlecht löslichen Inhaltsstoffe verklumpen und auf diese Weise Gallensteine entstehen. Die Gallenblase kann sich dann entzünden. Die typischen Anzeichen einer Gallenblasenentzündung (Cholezystitis) sind Fieber und Schmerzen im rechten Oberbauch. 90 Prozent aller Gallenblasenentzündungen sind durch Gallensteine hervorgerufen.

Gallensteine können wenige Millimeter, aber auch mehrere Zentimeter groß sein. Patienten können einen (=„Solitärstein“) oder auch viele Steine in ihrer Gallenblase haben. Sollten kleine Steine in den Gallengang wandern, der die Leber und den Zwölffingerdarm miteinander verbindet, verhindern sie den Abfluss der Gallenflüssigkeit. Die Galle staut sich an (Fachbezeichnung: Cholestase, Gallenstau). Der gelbe Gallenfarbstoff tritt in die Blutbahn über und es tritt eine Gelbfärbung der Haut auf; gleichzeitig verliert der Stuhl seine Farbe und der Urin verfärbt sich braun. Außerdem treten heftige Schmerzen im rechten Oberbauch auf (sog. Koliken), die auch in Schulter und Rücken ausstrahlen können.

Frauen haben häufiger Gallensteine als Männer. In 60 bis 80 Prozent der Fälle bleiben die Betroffenen jedoch beschwerdefrei. Ist eine Entzündung der Gallenblase durch Gallensteine entstanden und treten Beschwerden auf, sollte eine Operation vorgenommen werden. Die Gallenblase wird dann vollständig entfernt (Cholezystektomie). Diese Operation gehört zu den am häufigsten durchgeführten Eingriffen.

Inzwischen werden ca. 90 Prozent der Gallenblasenentfernungen mittels der sogenannten „Schlüssellochoperation“ (Fachbezeichnungen: Laparoskopie, Bauchspiegelung, minimal-invasive Chirurgie) vorgenommen.

Es werden mehrere kleine Schnitte gemacht und die erkrankte Gallenblase mit speziellen Instrumenten entfernt.

Nur in seltenen Fällen ist heute immer noch die offene Operation (Bauchschnitt) zur Entfernung der Gallenblase erforderlich. Dies kann z. B. der Fall sein, wenn bei einem Patienten früher bereits größere Operationen im Bauchraum durchgeführt worden sind.

Autoren:
BQS gGmbH, BQS Fachgruppe Perinatalmedizin, Verbraucherzentrale Hamburg e.V.

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Geburtshilfe (BQS Qualitätsindikatoren)

Informationen für Patienten zu diesem Versorgungsbereich:

Die Geburtshilfe ist ein wesentlicher Teil des Gebiets Frauenheilkunde. Sie beinhaltet die Betreuung normaler und problematischer Schwangerschaften und Geburten einschließlich der Untersuchungen und Behandlungen vor der Geburt und im Wochenbett.

Auch Operationen wie zum Beispiel der Kaiserschnitt gehören in diesen Bereich.

Um eine optimale Versorgung für Mutter und Kind zu ermöglichen, gibt es das Konzept der Perinatalmedizin.

Die Perinatalmedizin umfasst die Medizin für Mutter und Kind rund um die Geburt bis maximal 7 Tage danach. Zum perinatalmedizinischen Team gehören speziell ausgebildete Ärzte für die Geburtshilfe und Kinderärzte zur Betreuung von Neugeborenen mit besonderen Risiken, wie beispielsweise Frühgeburten. Zu diesem Team gehören des Weiteren Hebammen, Kinderkrankenschwestern und Narkosefachärzte (Anästhesisten) sowie weitere Spezialisten für die Behandlung des Kindes, wie beispielsweise Kinderchirurgen.

In den letzten Jahren dehnte sich die Tätigkeit der Ärzte unter dem Begriff Perinatalmedizin zunehmend in frühere Phasen der Schwangerschaft aus. Erweiterte technische Möglichkeiten haben Diagnostik und Therapie in der Schwangerschaft ermöglicht, so dass eventuelle Gefährdungen und Erkrankungen von Mutter und Kind frühzeitig erfasst und erfolgreich behandelt werden können.

Das wesentliche Ziel der Perinatalmedizin ist es, sicherzustellen, dass gefährdete Neugeborene gesund überleben. Die Perinatalmedizin trägt wesentlich zur Früherkennung und Behandlung von Risiken und Erkrankungen von Kindern bei, was von entscheidender Bedeutung ist, wenn Erkrankungs- und Sterblichkeitsraten der neu geborenen Kinder weiter gesenkt werden sollen.

Autoren:
BQS gGmbH, BQS Fachgruppe Perinatalmedizin, Verbraucherzentrale Hamburg e.V.

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Gemeinsamer Bundesausschuss (G-BA)

Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) ist das oberste Beschlussgremium der gemeinsamen Selbstverwaltung der Ärzte, Zahnärzte, Psychotherapeuten, Krankenhäuser und Krankenkassen in Deutschland. Er bestimmt in Form von Richtlinien den Leistungskatalog der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) für mehr als 70 Millionen Versicherte und legt damit fest, welche Leistungen der medizinischen Versorgung von der GKV erstattet werden. Darüber hinaus beschließt der G-BA Maßnahmen der Qualitätssicherung für den ambulanten und stationären Bereich des Gesundheitswesens.

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Gesundheitsförderndes Krankenhaus

Für den Bereich der Krankenhäuser hat die WHO in internationalen Arbeitsgruppen den theoretischen Unterbau durch 5 grundlegende Standards und 18 Kernstrategien geliefert. Diese orientieren sich immer an den 3 Bereichen Patienten / Angehörige, Mitarbeiter und Region.

Eine erfolgreiche Implementierung von Gesundheitsförderung bedeutet einen echten Mehrwert für Patienten, Mitarbeiter und das Umfeld des Krankenhauses.

Patienten sollen durch bessere Information stärker in den Behandlungsprozess eingebunden werden und durch die optimale Kooperation der Leistungsträger bestmögliche Versorgung erfahren. Das Krankenhaus soll als angenehmer Ort empfunden werden und auch über die Behandlung hinaus Anleitung für eine gesunde Lebensführung geben.

Mitarbeiter sollen durch ein gutes Management eine gesundheitsfördernde Arbeitsumgebung vorfinden, in der die Gefahr von Berufskrankheiten minimiert, Stressfaktoren abgebaut und Hilfestellung für eine gesunde Lebensführung gegeben wird.

Regional hat ein Krankenhaus oft eine große Bedeutung. Es ist wichtig, dass allen Patienten das Haus offen steht, dass eine gute Zusammenarbeit mit anderen Gesundheitsberufen stattfindet und dass das Krankenhaus als aktive Informationsstätte für Interessierte fungiert.

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